Wie MDM den Unternehmenserfolg steigert

Drei zentrale Gründe für ein Master Data Management

In vielen Unternehmen trifft man noch auf sie: auf nach wie vor getrennt voneinander agierende Datensilos. Transparenz sucht man oft vergebens, und nur schleppend und mehr oder weniger manuell lassen sich die Informationen aus unterschiedlichen Systemen in Beziehung setzen. Dabei dürfen Unternehmen den Wert einer 360-Grad-Sicht auf Prozesse und Kunden nicht unterschätzen. Die Zukunft erfordert ein Umdenken in der Datenverwaltung. Es geht nicht mehr nur darum, Daten in einzelnen Bereichen sauber strukturiert abzulegen und zu verwalten. Vielmehr ist ein businesszentriertes Denken notwendig: Operative Daten sollten überall dort nutzbar gemacht werden, wo sie die Geschäftsentwicklung vorantreiben. Ein Multidomain-Master-Data-Management (MDM) schafft hier Abhilfe. MDM vernetzt die verschiedenen Systeme, die im Unternehmen eingesetzt werden, miteinander und fördert den schnellen und automatisierten Datenabgleich. Das schafft einen Golden Record für einzelne Datensätze und sorgt so für eine optimale Datenqualität. Wie MDM zum Unternehmenserfolg beitragen kann, bringen die folgenden drei Aspekte auf den Punkt.

1. Automatisierte Stammdatensteuerung

Stammdaten gehören zu den wichtigsten Assets eines Unternehmens. Sie umfassen nicht nur die reinen Kunden- oder Produktdaten, nein, auch sämtliche Informationen über Lieferanten, Standorte oder gar Anlagegüter gehören dazu. Doch alle diese vielfältigen Daten optimal zu steuern, ist eine große Herausforderung – dabei wünscht man sich gern transparentere Prozesse. Ideal wäre eine automatische Steuerung aller Stammdaten gemäß individueller Vorgaben.

Quelle: SDZeCOM

Multidomain MDM bietet einen 360° Blick und schafft damit mehr Transparenz, eine höhere Datenqualität und effizientere Prozesse.

Gerade bei Unternehmen, die auf mehrere Distributoren angewiesen und global über den Erdball verstreut sind, entsteht schnell ein unkoordinierter „Datenwildwuchs“. Jedoch beeinflusst dies die Geschäftsabläufe negativ. Eine solide und gewissenhafte innere Struktur zu schaffen, ist zeitaufwendig. Und ohne Automatismen ließe sie sich nur schwer handhaben.

MDM schafft hier Abhilfe: Denn mit MDM erfolgt die Steuerung ganz automatisch gemäß den zuvor definierten Prozessen. Wichtig: Das MDM ersetzt dabei keines der im Unternehmen eingesetzten Systeme, wie zum Beispiel ERP oder CRM. Stattdessen verknüpft es die zuvor eher getrennt agierenden Datensilos effizient untereinander. Dies führt zu einem Single Point of Information und stellt somit einen echten Wettbewerbsvorteil dar. Denn gegenüber Mitbewerbern punkten Unternehmen, die MDM einsetzen, nicht nur mit wesentlich mehr Transparenz und besserer Datenqualität, sie können auch schneller auf akute Anforderungen reagieren und das mit reduziertem Kostenaufwand.

2. Besseres Kundenerlebnis

Getrieben durch die Digitalisierung informiert sich der heutige Kunde über eine Vielzahl von Kanälen und kauft Produkte global ein. Eine einheitliche Wahrnehmung der Marke und der Produkte spielt sowohl bei Herstellern als auch Händlern eine sehr wichtige Rolle. Denn inkonsistente, nicht mehr aktuelle oder unstrukturiert wirkende Produktdaten reduzieren die Kaufwahrscheinlichkeit.

Ein Unternehmen ist global aufgestellt, unterhält zahlreiche Shops inklusive Online-Verkauf in verschiedenen Metropolen und bezieht seine Waren von verschiedenen Distributoren. Infolgedessen kursieren in den Stores uneinheitliche Produktbeschreibungen, denn mit jedem neuen Lieferanten kommt eine neue Produktbeschreibung ins Spiel. Aufgrund immer kürzer werdender Innovationszyklen sind die Informationen zu einem Produkt schnell veraltet. Auch Hersteller sollten bestrebt sein, über alle Handelsstufen hinweg und an allen Verkaufspunkten ihre Produkte mit korrekten und stets aktuellen Informationen zu versehen, um somit ein einheitliches Markenerlebnis zu gewährleisten.

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Die verschiedenen Informationen werden in Beziehung gesetzt und garantieren so einen ganzheitlichen Blick

MDM hilft, das Kundenerlebnis zu verbessern: Denn anstatt in mühevoller Handarbeit sämtliche Beschreibungen anzupassen, sorgt das MDM für konsistente Informationen in allen Kanälen. Die Daten lassen sich dabei bequem zentral verwalten. Änderungen der Daten erfolgen zeitgleich an allen Stellen. Beziehungen zu Lieferanten, Lagerstandorten und sogar zu einzelnen Kunden können so auf „Knopfdruck“ angezeigt und verarbeitet werden. Dies fördert auch die Bildung einer starken Marke.

3. Rechtskonformes Datenmanagement

Datenschutzrichtlinien und Standards beeinflussen Unternehmen heute mehr denn je. Um keine empfindlichen Sanktionen zu riskieren, müssen Unternehmen strenge Vorgaben im Auge behalten, etwa die Datenschutzgrundverordnung der EU (EU-DSGVO, auch als GDPR bekannt). Dies setzt sie enorm unter Druck und erfordert höchste Konzentration in der Verarbeitung personenbezogener Daten.

Kundendaten, aber auch andere Informationen sind höchst sensibel und müssen rechtskonform verwaltet werden. Es ist notwendig, dass Unternehmen beispielsweise stets in der Lage sind, alle relevanten Daten zu einem Produkt, Lieferanten oder Kunden lückenlos zu belegen. Ohne MDM müssen  Unternehmen in jedem ihrer eingesetzten Systeme auf rechtskonformes Datenmanagement achten und im Anschluss mühsam die einzelnen Informationen konsolidieren. Auch branchenspezifische Anforderungen an Produkte und Leistungen müssen berücksichtigt werden – beispielsweise im Bereich Pharma/Medizintechik, in der Lebensmittelbranche oder auch im Bereich der Energie- und Textilkennzeichnung.

Dank MDM lassen sich die rechtlichen Vorgaben zentral überwachen und kontrollieren. Der Ansatz des Golden Records zeigt auch hier positive Wirkung: An einer zentralen Stelle ist nun ersichtlich, welche Informationen zu einem Objekt existieren und in welchen Systemen sie ursprünglich abgelegt wurden.

Praxistipp: Die DSGVO sieht vor, dass zum Beispiel Kundendaten übersichtlich verwaltet und bei Verlangen des Betroffenen unverzüglich komplett gelöscht werden. Auch das ist dank MDM sehr einfach möglich, denn sogar verschiedene Namensschreibweisen werden berücksichtigt. Binnen Sekunden lassen sich sämtliche Informationen zum Kunden XY auflisten und bei Bedarf bearbeiten oder entfernen – auch wenn die Daten extern liegen.

MDM: Welche Faktoren sind erfolgsentscheidend?

Grundlage ist ein passendes IT-System, denn es muss ein solch komplexes Datenmanagement auch darstellen können. Darüber hinaus sind Richtlinien für den Umgang mit Daten erfolgsentscheidend für das MDM-Projekt. Ziel eines solchen strategischen Projekts ist es schließlich, eine einheitliche und zentrale Stammdaten-Basis zu schaffen. Die Integration von MDM erstreckt sich über verschiedene Bereiche, was gerade am Anfang sehr mühsam sein kann. Doch die Mühe lohnt sich: denn in der Folge profitieren alle involvierten Bereiche von MDM.

Im Rahmen von MDM-Projekten rückt auch das Thema Data Governance in den Vordergrund: Zunächst werden Prozesse definiert, die sich mit dem Umgang von Daten und Verantwortlichkeiten – wie zum Beispiel den Vorgaben zur Datensicherheit und zur Datenqualität – befassen. Erst im zweiten Schritt werden diese dann systemisch umgesetzt.

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Auch die Unterstützung durch die Führungsebene ist für den Erfolg des MDM-Projekts entscheidend. Das wahrt die Unternehmensziele und auch kurzfristige Grundsatzentscheidungen können gefällt und soforteinbezogen werden. Neben der Unterstützung durch das Management, bedarf es eines erfahrenen Projektteams, das mit modernen Methoden das MDM-Projekt vorantreibt und zum Leben erweckt.

Fazit: Mit dem 360-Grad-Blick sicher in die Zukunft

Mit MDM entsteht in Ihrem Unternehmen ein höchst flexibles Datenmodell. Egal an welchem Punkt Sie  mit dem 360-Grad-Blick beginnen, sämtliche vernetzten Strukturen erweitern die Information in alle möglichen Richtungen.

Der Kunde XY hat das Produkt Z gekauft: Sofort werden auch die Daten der Lieferanten und Standorte sichtbar, die dieses Produkt vorrätig haben, sowie die Erfahrungen, die das Unternehmen bereits mit ihnen gemacht hat. Auch können gleich alle Verträge und Vereinbarungen, die mit dem Lieferanten getroffen wurden, aufgerufen werden.

MDM ermöglicht Ihnen nicht nur diesen unerlässlichen Rundumblick: Es führt außerdem zu einem transparenten und schnellen Datenabgleich. Ihre internen und externen Teams, etwa auch ihre Lieferanten und Dienstleister, agieren in der Folge viel stärker und effektiver zusammen. Dies verbessert nicht nur das Kundenerlebnis, sondern steigert auch den Erfolg Ihres Unternehmens. Master Data Management ist die unverzichtbare Basis jeder Digitalisierung: MDM ermöglicht Ihrem Unternehmen ein businesszentriertes 360°-Denken und -Handeln.

 

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