Frühlingserwachen bei SDZeCOM

Claus Eßmann, Fachmann für Mobile Architectures und Services, erläuterte in einem Vortrag die Entwicklung der Technologie in den letzten Jahren

Workshop zum Einsatz von Apps & Co. für Ihr Unternehmen

Über 20 Workshopteilnehmer besuchten die diesjährige Auflage des „Frühlingserwachen bei SDZeCOM“.

Die positive Aufbruchsstimmung in eine neue Jahreszeit, die man mit dem Frühlingsanfang assoziiert, lässt sich auch auf die derzeitige Situation der IT-Branche übertragen: Nach den kargen Jahren der Wirtschaftskrise setzen Unternehmen nun wieder vermehrt auf den Einsatz neuer Medien. Gleichzeitig ändern neue Entwicklungen und Trends unseren Umgang mit Informationstechnologie nachhaltig. Apple hat es der Welt mit seinem App-Store vorgemacht: Jeden Tag findet man dort neue Anwendungen, über deren Nutzen man ausgiebig diskutieren könnte. Die iPhone-Applikationen sind zwar immer noch am weitesten verbreitet und die Erfolgskurve zeigt weiterhin steil nach oben, doch auch für andere Smart Phones wächst die Nachfrage nach mobilen Apps ständig.

Sind Apps eher Spielereien oder wirksame Marketinginstrumente? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen und einen möglichen Mehrwert des neuen Mediums für den Einsatz im B2B- oder B2C-Geschäft zu finden, versammelten sich die Teilnehmer, die mehrheitlich aus den Bereichen Marketing und Vertrieb stammten, zu diesem Workshop.

Den Auftakt bildete ein Vortrag von Claus Eßmann, Fachmann für Mobile Architectures und Services. Er erläuterte die Entwicklung der Technologie in den letzten Jahren und ging auf verschiedene technische Aspekte ein, wie z.B. allgemeine Verbreitung, Betriebsysteme und Lösungsvarianten. Aus technischer Sicht stellen Apps & Co längst keine Spielerei mehr dar, sondern ausgereifte Anwendungen mit einem zum Teil schon hochkomplexen Funktionsumfang.

Wie das Thema aus Marketingsicht bewertet werden kann, wurde in der anschließenden Diskussion mit den Workshopteilnehmern erörtert. Die Beweggründe, beispielsweise eigene iPhone-Apps anzubieten, scheinen so vielseitig zu sein wie die Unternehmen selbst.
Die primäre Vorstellung ist natürlich, eine App als weiteren Vertriebskanal zu nutzen. Was im Business-to-Consumer-Bereich relativ einfach erscheint, wird im Business-to-Business etwas komplizierter. Weniger aus technischen, sondern aus konzeptionellen, strategischen Gründen. Vor allem Unternehmen mit indirektem Vertrieb (z.B. über Händler) kämpfen hier mit den gleichen Problemen wie im Online-Bereich: Preise, Vertriebsgebiete u.s.w. Andererseits bieten diese Applikationen eine weitere Möglichkeit, die eigene Marke zu verbreiten und durch zusätzliche Services die Kundenbindung zu erhöhen.

Diskutiert wurden im Workshop Anwendungen wie Fachlexika, Handbücher oder Dokumentationen zu komplexen Produkten sowie einfache multimediale Produktdarstellungen. Die im Workshop diskutierte Frage nach dem Kosten-Nutzen-Faktor, ob und wann sich also die Entwicklung und Veröffentlichung einer iPhone-App lohnen würde, hängt im wesentlichen von der Struktur eines Unternehmens, seiner Zielgruppe und der Intention der Anwendung ab. Einig waren sich alle Teilnehmer in einem Punkt: die schnelle Umsetzung von kleineren Applikationen scheint der erste richtige Schritt zu sein, um Erfahrung mit den neuen Medien zu machen und den eigenen Markt auf Akzeptanz dieser Anwendungen zu testen.

iPhone & Co. haben dem Mobile Marketing wertvolle Impulse verliehen. Insbesondere die Apps verändern das Marketing – und bieten Unternehmen neue, bis dato ungeahnte Möglichkeiten der Kundenansprache.

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